OpenAI hat das Gedächtnis von ChatGPT neu gebaut. Der Umbau bringt drei spürbare Änderungen: deutlich geringere Rechenlast, doppelt so viel Speicher für Plus- und Pro-Nutzer – und erstmals eine lesbare Übersicht dessen, was ChatGPT über einen gespeichert hat.
Auf einen Blick
- Rechenlast pro Synthese: rund −80 %
- Speicher Plus/Pro: verdoppelt
- Neu: lesbare Gedächtnis-Übersicht (ansehen, korrigieren, löschen)
- Roll-out: zuerst USA, Free-Tier in Vorbereitung
Transparenz wird zum Feature
Neu ist eine Übersichtsseite zum Gedächtnis: Nutzer sehen, was ChatGPT über sie synthetisiert hat, können Einträge ergänzen, korrigieren oder löschen und festlegen, welche Themen das Modell von sich aus anschneiden darf. Parallel rollt OpenAI „Active Sessions” aus – eine Übersicht angemeldeter Geräte mit Abmelde-Option pro Sitzung – sowie optional einen „Trusted Contact” als Vertrauensperson für Krisenfälle.
„Wer den Speicher liest, sieht zum ersten Mal, was das Modell für relevant hält.”
Was das für den Mittelstand am Niederrhein bedeutet
Zwei Punkte sind relevant. Erstens die Kostenfrage: Wenn die Rechenlast pro Konto um rund 80 Prozent sinkt, schrauben die Anbieter aktiv an ihren Stückkosten – ein Hinweis, dass die Tarifstrukturen 2026/27 weiter in Bewegung bleiben. Zweitens der Datenschutz: Die neue Transparenz ist ein DSGVO-Argument. Wer das ChatGPT-Gedächtnis bislang aus Datenschutzgründen abgeschaltet hatte, kann mit der Auskunfts- und Löschmöglichkeit eine zweite Bewertung wagen – idealerweise mit klaren internen Regeln, welche Daten überhaupt in ein solches Werkzeug gehören.
Quellen
- OpenAI Blog (4. Juni 2026)
- Tom's Hardware
Zusammenfassung und Einordnung durch die KI-Flow-Redaktion auf Basis der genannten Quellen.